Provinzposse und Lachnummer der SO Printmedien

Es ist schon erstaunlich, was die Redaktoren der SO und des BT in ihren Kommentaren so von sich geben, ohne dass sie Kenntnis der tatsächlichen Begebenheiten haben. Ich selber war an der Mitgliederversammlung der SVP Chur vom vergangenen Dienstag, dies im Gegensatz zu Luzi Bürkli (BT) und Dario Morandi (SO). Beide glauben aber einen Kommentar abgeben zu müssen, ohne dass sie wissen, was an der Mitgliederversammlung eigentlich besprochen wurde. So hat beispielsweise Hanspeter Hunger Mitgliedern gegenüber klar geäussert, dass er nicht mehr als Stadtrat kandidieren würde, dass er hingegen bei einer allfälligen Wahl diese annehmen würde. Folglich blieb somit die Wahl von Hunger für die SVP-Mitglieder eine Option. Auch die Cousin-Problematik wurde nicht von der SVP ins Spiel gebracht, sondern von den Südostschweiz-Medien selbst in Form von sehr kritischen Kommentaren und gar einem Interview mit dem ehemaligen Bundesgerichtspräsidenten Giusep Nay. Es ist demnach geradezu eine Unterstellung, wenn nun behauptet wird, die SVP wolle jetzt daraus Kapital schlagen. Soweit zum schlechten Geschmack. Bürkli liegt auch falsch, wenn er behauptet, es sei die SVP-Chur-Spitze die an Hunger festhält, denn tatsächlich waren es wir, d.h. die SVP-Mitglieder selbst, die davon überzeugt waren, dass von allen Kandidaten nur Hunger die erforderlichen Voraussetzungen für das frei werdende Stadtratsmandat verfügt. Hunger weiterhin als SVP-Nominierten im Rennen zu halten war demnach ein logischer und basisdemokratischer Entscheid, weder ist dieser unseriös noch absurd. Dies um so mehr, als, wie erwähnt, wir davon ausgehen konnten, dass aufgrund der Diskussion und der gemachten Aussagen Hunger eine allfällige Wahl annehmen würde. Für Äusserungen nach der GV hat sicher nicht die Mitgliederversammlung bzw. die SVP-Chur die Verantwortung zu übernehmen.

Susanne Germann, Chur

Churer Stadtratswahlen, nur der Beste ist gut genug!

Zum Artikel zu den Stadtratswahlen „Links oder Rechts?“ im BT vom 10. Juni 2016.

Ich habe viele Jahre in Chur gearbeitet, gewohnt und am gesellschaftlichen Leben teilgenommen. Deshalb interessiert mich noch heute, was so alles in der Hauptstadt Graubündens abgeht, vor allem auf politischer Ebene. Aus diesem Grund sehe ich mich geradezu verpflichtet, zum 2. Wahlgang zu den Stadtratswahlen und zum oben erwähnten Artikel meine Meinung abzugeben:
Der SP-Kandidat Patrik Degiacomi wird aufgrund seiner politischen Gesinnung im Volksmund als Linker bezeichnet, was absolut korrekt und nichts Verwerfliches ist. Bei diesem Kandidaten weiss man haargenau, für welche politischen Werte und Themen er sich bei einer allfälligen Wahl in den Stadtrat einsetzen und positionieren wird. Obwohl ich Degiacomi persönlich nicht kenne, gehe ich aufgrund von dem was ich gelesen und gehört habe aus, dass er eine klare politische Linie vertritt.
Beim BDP-Kandidaten Marco Tscholl ist die politische Gesinnung und Haltung nicht so klar. Im BT-Artikel wird Tscholl als Rechter bezeichnet (Links oder Rechts?), was nach meiner überhaupt nicht zutrifft. Die BDP als Partei grenzt sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit von rechts ab und nennt sich als sogenannte Mitte-Partei, was das auch immer sein mag! Ableitend von der nationalen und kantonalen BDP-Politik gehe ich davon aus, dass der BDP-Kandidat einmal so und dann wieder anders Stellung beziehen wird. Es sei denn, es wird jeweils ein verwandtschaftliches „Päckli“ bei den Sachvorlagen geschnürt? Um all dieses zu vermeiden, gibt es nur eine Möglichkeit, nämlich den Namen Hanspeter Hunger auf jeden Stimmzettel zu schreiben. Hanspeter Hunger hat von allen weitaus die beste Qualifikation, um das frei werdende Departement 2 zu führen. Im Weiteren hat er die meisten Stimmen aller Kandidaten bei den Gemeinderatswahlen erreicht, ein eindrücklicher Vertrauensbeweis. Wäre ich in Chur wahlberechtig, würde ich Hanspeter Hunger meine Stimme geben. Tun zumindest Sie das!

Werner Wyss aus Thusis

Ein guter und fachlich sehr gut ausgewiesener Kandidat!

Wie gross war die Freude, einen ausgewiesenen Kandidaten dem Volk zur Wahl als Stadtrat zu präsentieren. 60 Stimmen sind wichtiger als auf die Fähigkeit einer Person zu setzen. Das erzielte Resultat als Gemeinderat zählt nicht. Die Bürgerlichen BDP, CVP und FDP haben dem SVP Kandidaten die Unterstützung verweigert. In der Entscheidungsfindung hat auch Stadtpräsident Urs Marti „wacker“ mitgemischt. Die persönlichen Angriffe von Stadtrat Marco Tscholl auf den Kandidaten Hunger waren unter der „Gürtellinie“! Ich meine, einen Vertrauensbeweis zugunsten des Kandidaten Hunger mit der Stimmabgabe im zweiten Wahlgang zu seinen Gunsten ist mehr als verdient!

Christian Durisch,
alt Gemeinderatspräsident