19.04.2021

Nur SVP-Fraktion für Überweisung des Auftrags “Optimierung Linksabbieger Gäuggelistrasse-Grabenstrasse”

Mit dem Auftrag “Optimierung Linksabbieger Gäuggelistrasse-Grabenstrasse” fordern acht Gemeinderatsmitglieder vom Stadtrat Vorschläge für diese Kreuzung.

Sie erachten das heutige Verkehrsregime an dieser Stelle als unbefriedigend und sind der Ansicht, dass an dieser – um die Worte des Stadtrates im Bericht zu verwenden “verkehrsmässig wohl bedeutendsten Platz der Stadt” – eine Verbesserung sinnvoll ist.

Die Unterzeichner des Auftrages möchten Lösungsvorschläge, wollen gleichzeitig aber auch wissen, mit welchen Kosten dafür ungefähr zu rechnen ist, weil ja das Geld natürlich immer eine Rolle spielt.

Gemäss Bericht des Stadtrates erkennt dieser in seiner Beurteilung (unter Punkt 2), dass das Linksabbiegen in Richtung Untertor in der Bevölkerung für Diskussionen sorgt und er bezeichnet die Stelle auch als stauanfällig.

Eine mögliche Lösung, nämlich ein Linksabbiegeverbot, erachtet auch der Stadtrat nicht als Verbesserung, weil dann die Fahrzeuge, die eigentlich Richtung Untertor unterwegs sind, einfach eine Zusatzschlaufe über den Kreisel Obertor oder gar ein Wendemanöver beim Nikolaiplatz machen würden, und somit noch mehr Verkehr entstehen würde. Das wäre zwar eine Lösung aber eine Schlechte, da gehen wir mit dem Stadtrat einig.

Entscheidend scheint uns aber, dass der Stadtrat auch die Meinung der Auftraggeber teilt, dass diese Einfahrt nicht optimal ist.

Im Bericht (unter Punkt 2.1) vergleicht der Stadtrat die Situation mit dem Zustand vor dem Umbau der Grabenstrasse.

Es hat wohl eher mit Marketing als mit der Wirklichkeit zu tun, dass dort eine Bildersprache im Stil “Vorher/Nachher” verwendet wird, welche einen verkehrsmässig völlig überlasteten Postplatz, bei trübem Wetter, vor dem Umbau zeigt und dann, eine nahezu autofreie Grabenstrasse, mit bei Sonnenschein flanierenden Spaziergängern nach dem Umbau. Es gibt nämlich auch heute jeden Tag Zeiten, mit einem völlig “verstopften” Postplatz. Möglicherweise wurde die zweite Aufnahme aber auch nach dem ersten Lockdown im April 2020 gemacht, als es hiess, man solle zu Hause bleiben.

Weiter wird im Bericht eine Statistik mit den Einbiege-Unfällen an der bemängelten Kreuzung gezeigt. 8 Unfälle in fünf Jahren. Das ist nicht so wenig.

Schliesslich hält der Stadtrat unter Punkt 3. “Überweisung des Auftrags” fest, dass er die städtischen Tiefbaudienste beauftragen wird, mit dem Tiefbauamt Graubünden mögliche Lösungsansätze zu besprechen und er die Verbesserungsmassnahmen im Rahmen von Markierungs- und Signalisationsarbeiten sehen würde. Weiter will er die Sanierung der Gäuggelistrasse im 2022 angehen und allfällige Arbeiten im Zuge dieses Projektes angehen und den Gemeinderat zu gegebener Zeit darüber informieren.

Aus all diesen Gründen war die SVP-Fraktion der Meinung, dass der Auftrag nicht abzulehnen, sondern im Sinne der im Bericht gemachten Erwägungen zu überweisen sei. Leider sahen dies die restlichen Ratsmitglieder etwas anders und geben damit das Zepter aus der Hand, die Sicherheit und den Verkehrsfluss an diesem Knotenpunkt zeitnah zu optimieren.